Jugendliche in Dormagen: „Demokratie leben!“ als Grafitti

Von Carina Wernig /NGZ 2. November 2020

Graffiti in der „Rübe“: Die Buchstaben von „Demokratie leben!“ besprühen BBZ-Schüler Julia, Jana und Mustafa (v. l.) mit Symbolen und Farben. Foto: Georg Salzburg (salz)

Konzentriert, ernsthaft und mit viel Leidenschaft – mit viel Engagement und auch Spaß haben 15 Schüler des Berufsbildungszentrums Dormagen, die auch am von Unternehmen geförderten Projekt „Kompass D“ teilnehmen, in der vergangenen Woche auf dem weitläufigen Gelände des Jugendtreffs „Die Rübe“ in Horrem ein großes Graffiti zu „Demokratie leben!“ erstellt. Dabei haben die Jugendlichen die Buchstaben von „Demokratie leben!“ mit Farben und Symbolen zum Leben erweckt.

„Das Projekt im Rahmen des Jugendforums hat den Jugendlichen viel Spaß bereitet, war ihnen aber auch inhaltlich sehr wichtig“, betont Andreas Stefen, Leiter der „Rübe“ von der Diakonie Rhein-Kreis Neuss. Vorbereitet wurden sie durch Tipps von zwei Graffiti-Profis: Das Graffiti-Künstlerpaar Oldhaus und Aura erläuterte den BBZ-Schülern, worauf es beim Sprühen ankommt. Auf diese Weise bestens vorbereitet, schafften die 15 jungen Künstler, begleitet von den Graffiti-Profis, innerhalb von zwei Nachmittagen „bei Wind und Wetter“ das neue Kunstwerk in der „Rübe“. Ein Ziel des Jugendforums, Jugendliche im Rhein-Kreis Neuss zur Auseinandersetzung mit demokratischen Themen zu animieren, wurde voll erfüllt, wie Andreas Stefen erklärt: „Es sieht toll aus und hat eine Aussagekraft, hinter der die Jugendlichen stehen.“ Denn Christiane Winkels, Schulsozialarbeiterin am BBZ Dormagen, hatte erklärt: „Alle beteiligten Institutionen wollen mit ihren Werten für eine offene Gesellschaft, gegen Menschenfeindlichkeit, für Diversität und Anti-Rassismus junge Menschen unterstützen, ein öffentliches Statement für Demokratie zu setzen.“ Die Idee entstand durch drei BBZ-Schüler: Dafine Seferaj (18), Akhen Haji Khamo (19) und Mohamad Ahmadkhoja (20), die selbst erst seit wenigen Jahren in Deutschland wohnen und sich wegen ihrer eigenen Migrationsgeschichte mit den Themen Menschenfeindlichkeit, Ausgrenzung und soziale Integration beschäftigen. „Wir wollen uns öffentlich für die Beachtung der Menschenrechte einsetzen.“, sagt Mohamad aus Syrien. Die mobilen Wände, die bei der Fortführung des Projekts von Jugendlichen in der Rübe besprüht werden, sollen auch sichtbar sein und werden aufgestellt. „Das Projekt passt gut zu uns in der Rübe, wo wir schon World Cafés zu Demokratie angeboten haben. Wir brauchen aktive Menschen, die Demokratie leben und gestalten.“, sagt Stefen.

Und nun zu den Bildern:

















































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